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Kamm wie wir ihn verwenden. |
Im Frühjahr stossen die Tiere ihre Winterwolle ab, die gesuchten feinen Kaschmirfasern.
Wir kämmen die Unterwolle unserer Kaschmirziegen aus. Wir verwenden einen grossen Kamm. Die meisten Deckhaare verbleiben am Tier und schützen es weiterhin recht gut vor der Witterung.
Die gewonnene Wolle ist bis zur Weiterverarbeitung gut vor Motten zu schützen! Wir verwenden luftdicht schliessende Plastikkisten.
Sortieren
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Prinzipzeichnung der Sortiermaschine von Wira |
Unter sortieren versteht man die Trennung der feinen Unterwolle vom Deckhaar und Verunreinigungen. Früher wurde die Trennung manuell vorgenommen. Heute werden meist spezialisierte Kardmaschinen verwendet. Industrielle Kaschmir-Wollverarbeiter fordern üblicherweise eine Mindestmenge von 100Kg, was grob der Ausbeute von 500 Kaschmirziegen entspricht.
Bei kleineren Mengen kann man sich mit Maschinen behelfen, die in der Industrie zur Bestimmung des Anteils an Fremdmaterial im Kaschmirziegen-Vlies verwendet werden. Pro Sortiermaschinen können pro Verarbeitungsgang mit maximal 100gr Sortiergut beschickt werden. Dies tönt nach wenig. Für alle welche die Kaschmirwolle schon einmal händisch aussortiert haben ist dies eine echte Wohltat, schafft doch kaum jemand in einer Stunde 10gr. Ein geeignetes Gerät kann bei "WIRA" bezogen werden.
Karden
Durch das Karden werden die Wollfasern gleichmässig ausgerichtet und die kurzen aussortiert. Gleichzeitig können in diesem Verarbeitungsschritt artfremde Fasern der Kaschmirziegenwolle zugefügt werden. Für hochwertige Produkte werden gerne fünfundzwanzig Prozent Seide in das Vlies eingearbeitet. Das Endprodukt gewinnt damit an Stabilität und Geschmeidigkeit.
Spinnen und Zwirnen
Beim Spinnen wird das Vlies zu einem Faden gedehnt und verdrillt. Üblicherweise wird die Kaschmirwolle zu dünnen Fäden versponnen. Da diese nur kleine Zugkräfte übertragen können, sind die bei uns bei Handspinnern üblichen Flügelräder weniger geeignet.
Die geeignete Technik ist das Spinnen am langen Faden, wie es an der Handspindel seit Jahrtausenden praktiziert wurde. Eine moderne Variante dieser Technik wurde mit dem "Rio Grande Wheel" umgesetzt. Der alternativ erhältlich, elektrische Antrieb ist nicht nur für Tretfaule eine gute Wahl.
Beim Zwirnen werden zwei oder mehr Fäden ein oder mehrmals wie ein Seil ineinander verdrillt. Dadurch erhält der resultierende Faden die notwendige Stabilität. Dies ist eine Voraussetzung, dass die daraus produzierten Textilien lange Freude bereiten.


